Bava Metzia 147

Kapitel 147

א הכא לאו בידו
1 hierbei aber liegt es nicht in seiner Hand.
ב אמר רבא הני בי תלתא דיהבי זוזי לחד למזבן להו מידי וזבן לחד מינייהו זבן לכולהו ולא אמרן אלא דלא צר וחתים איניש איניש לחודיה אבל צר וחתים איניש איניש לחודיה למאן דזבן זבן ולמאן דלא זבן לא זבן
2 Raba sagte: Wenn drei Personen einem Geld geben, um etwas für sie zu kaufen, und er es nur für einen gekauft hat, so hat er es für allegekauft. Dies jedoch nur in dem Falle, wenn nicht jeder besonders [sein Geld] eingebunden und versiegelt hat, wenn aber jeder besonders es eingebunden und versiegelt hat, so hat er es für den gekauft, für den er es gekauft hat, und nicht gekauft, für den er es nicht gekauft hat.
ג אמר רב פפי משמיה דרבא האי סיטומתא קניא למאי הלכתא רב חביבא אמר למקניא ממש
3 R. Papi sagte im Namen Rabas: Durch das Siegeleignet er es. – In welcher Hinsicht? R. Ḥabiba sagte, um wirklichzu eignen,
ד רבנן אמרי לקבולי עליה מי שפרע
4 und die Rabbanan sagten, um auf sich den Fluchzu nehmen.
ה והלכתא לקבולי עליה מי שפרע ובאתרא דנהיגו למקני ממש קנו:
5 Die Halakha ist, um auf sich den Fluch zu nehmen. In Orten aber, wo es üblich ist, dadurch wirklich zu eignen, eignet er es.
ו היה הוא תחלה לקוצרים: אמר רב מחוסר שתים פוסק שלש אינו פוסק ושמואל אמר בידי אדם אפילו מאה פוסק בידי שמים אפי' אחת אינו פוסק
6 I<small>ST ER DER ERSTE</small> S<small>CHNITTER.</small> Rabh sagte: Fehlen zwei, so darf man abschließen, wenn aber drei, so darf man nicht abschließen. Šemuél sagte: Haben siedurch Menschenhände zu erfolgen, so darf man abschließen, selbst wenn es hundert sind, wenn sie aber vom Himmel [abhängen], so darf man nicht abschließen, selbst wenn es nur eine ist. –
ז תנן פוסק עמו על הגדיש והא מחוסר משדא בחמה למיבש ולמידש ומידרא כגון דשדא בחמה ויבש
7 Wir haben gelernt: So darf man mit ihm über die Tenne abschließen. Es fehlen ja noch [folgende Arbeiten:] das Auswerfen in die Sonne, das Trocknen, das Dreschen und das Worfeln!? – Wenn es schon in der Sonne gelegen hat und trocken ist. –
ח ולשמואל דאמר בידי שמים אפי' אחת אינו פוסק והא מחוסר מידרא דבידי שמים היא אפשר בנפוותא:
8 Nach Šemuél aber, welcher sagt, wenn es durch Menschenhände zu erfolgen hat, dürfe man abschließen, auch wenn es hundert sind, und wenn es vom Himmel abhängt, dürfe man nicht abschließen, auch wenn es nur eine ist, [ist ja einzuwenden:] es fehlt ja das Worfeln, das vom Himmelabhängt!? – Dies kann mit einem Siebe erfolgen.
ט ועל העביט של ענבים: והא מחוסר מכמר ועיולי לבי מעצרתא למידש ולמנגד כדתני רבי חייא על הכומר של זיתים הכא נמי על הכומר של ענבים
9 Ü<small>BER DIE</small> B<small>ÜTTE</small> W<small>EINTRAUBEN</small>. Es fehlt ja noch das Erwärmen, das Hineinbringen in die Kelter, das Pressen und das Hineinleiten!? – Wie R. Ḥija lehrte: über die erwärmten Oliven, ebenso lese man auch hier: über die erwärmten Trauben. –
י והא מחוסרי תלת באתרא דההוא דזבין הוא דנגיד:
10 Aber immerhin bleiben ja noch drei zurück!? – In Orten, wo der Käufer [den Wein] hineinleitet.
יא ועל המעטן של זיתים: והא מחוסר מכמר ועיולי לבי דפי למידש ולמנגד תני רבי חייא על כומר של זיתים הא איכא תלת באתרא דההוא דזבין ההוא מנגיד:
11 Ü<small>BER DEN</small> K<small>ORB MIT</small> O<small>LIVEN</small>. Es fehlt ja noch das Erwärmen, das Hineinbringen zwischen die Preßbalken, das Pressen und das Hinein leiten!? – R. Ḥija lehrte: über die erwärmten Oliven. – Aber immerhin bleiben ja noch drei zurück!? – In Orten, wo der Käufer [das Öl] hineinleitet.
יב ועל הביצים של יוצר: אמאי והא מחוסר לפופי ויבושי עיולי לאתונא למשרף ולמיפק כגון דמלפפה ויבישו והא איכא תלת באתרא דההוא דזבין הוא דמפיק:
12 Ü<small>BER</small> T<small>ONKUGELN DER</small> T<small>ÖPFER.</small> Wieso denn, es fehlt ja noch das Drehen, das Trocknen, das Hineinbringen in den Ofen, das Brennen und das Herausholen!? – Wenn es bereits gedreht und getrocknet ist. – Aber immerhin bleiben ja noch drei zurück!? – In Orten, wo der Käufer sie herausholt.
יג ועל הסיד משישקענו בכבשן: והא מחוסר מקלה ואפוקי ומידק באתרא דההוא דזבין ההוא דייק ולשמואל דאמר בידי אדם אפי' מאה פוסק למה לי משישקענו בכבשן אימא משראוי לשקעו בכבשן:
13 Ü<small>BER</small> K<small>ALK, WENN ER IN DEN</small> O<small>FEN GESENKT IST</small>. Es fehlt ja noch das Brennen, das Herausholen und das Löschen!? – In Orten, wo ihn der Käufer löscht. – Weshalb darf man dies nach Šemuél, welcher sagt, wenn es durch Menschenhände erfolgt, dürfe man dies, auch wenn es hundert sind, erst wenn er in den Ofen gesenkt ist!? – Lies: wenn er zum Senken in den Ofen geeignet ist.
יד ועל הביצים של יוצר: תנו רבנן אין פוסקים על הביצים של יוצר עד שיעשו דברי ר' מאיר אמר רבי יוסי בד"א בעפר לבן אבל בעפר שחור כגון כפר חנניא וחברותיה כפר שיחין וחברותיה פוסקין אע"פ שאין לזה יש לזה
14 Ü<small>BER</small> T<small>ONKUGELN DER</small> T<small>ÖPFER.</small> Die Rabbanan lehrten: Über Tonkugeln der Töpfer darf man abschließen, erst wenn sie fertig sind – so R. Meír. R. Jose sagte: Dies gilt nur vom weißen Ton, über den schwarzen Ton aber, wie zum Beispiel den aus Kephar Ḥananja und Umgegend, aus Kephar Siḥin und Umgegend, darf man wohl abschließen, denn wenn ihn der eine nicht hat, so hat ihn ein anderer.
טו אמימר יהיב זוזי מכי מעיילי עפרא כמאן אי כר' מאיר האמר עד שיעשו אי כרבי יוסי האמר אע"פ שאין לזה יש לזה לעולם כרבי יוסי ובאתריה דאמימר עשיק עפרא אי דמעיילי עפרא סמכא דעתיה ויהיב להו זוזי ואי לא לא סמכא דעתיה:
15 Amemar gab Geldschon wenn Erde geholt worden war. – Nach wessen Ansicht, wenn nach R. Meír, so sagt er ja: erst wenn sie gefertigt sind, und wenn nach R. Jose, so sagt er ja: wenn sie dieser nicht hat, so hat sie ein anderer!? – Tatsächlich nach R. Jose, nur war in der Ortschaft Amemars Erde teuer; hatte jener Erde geholt, so verließ er sich darauf und gab ihnen Geld, wenn aber nicht, so verließ er sich darauf nicht.
טז ופוסק עמו על הזבל כל ימות השנה חכמים היינו תנא קמא אמר רבא
16 M<small>AN DARF ÜBER DIE</small> L<small>IEFERUNG VON</small> D<small>ÜNGER WÄHREND DES GANZEN</small> J<small>AHRES ABSCHLIESSEN.</small> Die Weisenlehren ja dasselbe, was der erste Autor!? Raba erwiderte: